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Vergleich22. März 20268 Min

Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer: Vergleich 2026

Welches Rechnungsprogramm passt zu Ihnen? Wir vergleichen FakturaCloud, Lexoffice, sevDesk, Billomat und FastBill — ehrlich und mit Empfehlung nach Anwendungsfall.

Worauf es bei einem Rechnungsprogramm ankommt

Die Auswahl an Rechnungsprogrammen für Kleinunternehmer und Selbständige ist riesig. Doch nicht jedes Tool passt zu jedem Geschäftsmodell. Bevor Sie sich für eine Software entscheiden, sollten Sie wissen, welche Kriterien wirklich zählen:

  • Pflichtangaben automatisch — Rechnungsnummern, §19-Hinweis, Steuernummer: alles muss ohne manuelles Nachdenken auf dem Dokument stehen.
  • §19 UStG Unterstützung — Kleinunternehmer brauchen ein Tool, das den Steuerausweis korrekt handhabt und den Pflichthinweis automatisch setzt.
  • E-Rechnung (ZUGFeRD/XRechnung) — Seit 2025 ist der Empfang Pflicht, ab 2027/2028 auch der Versand. Software ohne E-Rechnung ist nicht zukunftssicher.
  • Professionelles Design — Ihre Rechnung ist Ihre Visitenkarte. Individuelle Layouts mit eigenem Logo und Farben machen den Unterschied.
  • Preis-Leistung — Gerade am Anfang zählt jeder Euro. Versteckte Kosten oder überteuerte Profi-Pläne sind ein No-Go.
  • Bedienbarkeit — Sie sind Handwerker, Freelancer oder Online-Händler, kein Buchhalter. Die Software muss intuitiv sein.

Die Kandidaten im Überblick

Wir haben fünf der bekanntesten Rechnungsprogramme verglichen — ehrlich und transparent. FakturaCloud ist unser eigenes Produkt. Wir positionieren es dort, wo es stark ist, und benennen klar, wo andere besser aufgestellt sind.

FeatureFakturaCloudLexofficesevDeskBillomatFastBill
Preis ab9,99 €/Monat7,90 €/Monat11,90 €/Monat16 €/Monat9 €/Monat
Kostenlose Testphase60 Tage30 Tage14 Tage14 Tage14 Tage
§19 UStG
E-Rechnung (ZUGFeRD)
Multi-Brand
PDF-Layouts (wählbar)6 Layouts3 Vorlagen4 Vorlagen1 Vorlage2 Vorlagen
KI-Assistent
eBay/Amazon-Anbindung
DHL-Versand
Buchhaltungin Entwicklung
DATEV-Exportgeplant
REST API
Hinweis: Alle Preise Stand März 2026, jeweils günstigster kostenpflichtiger Plan. Funktionsumfang kann je nach Tarif variieren. FakturaCloud bietet 60 Tage Trial mit vollem Zugang.

FakturaCloud: Die All-in-One-Lösung

FakturaCloud ist nicht einfach ein weiteres Rechnungsprogramm. Es vereint drei Module in einer Plattform: Faktura Docs (Dokumente), Faktura Trade (Handel) und Faktura Books (Buchhaltung, in Entwicklung). Das bedeutet: Sie brauchen nicht drei separate Tools für Rechnungen, eBay-Bestellungen und Versand.

Stärken

  • Multi-Brand: Bis zu 5 Firmen (Pro) oder unbegrenzt (Business) in einem Account. Jede Brand mit eigenem Design, Nummernkreisen und §19-Einstellung.
  • eBay + DHL integriert: Bestellungen importieren, DHL-Labels erstellen, Tracking automatisch an eBay melden. Kein separates Versandtool nötig.
  • 6 professionelle Layouts mit 20 kombinierbaren Modulen. KI-Designassistent konfiguriert das Layout auf Wunsch automatisch.
  • 60 Tage Trial mit vollem Funktionsumfang. Doppelt so lang wie die meisten Mitbewerber.
  • E-Rechnung ab Tag 1: ZUGFeRD und XRechnung eingebaut, nicht nachgerüstet.

Schwächen

  • Buchhaltung in Entwicklung: Faktura Books (EÜR, UStVA, ELSTER) ist noch nicht fertig. Wer heute vollständige Buchhaltung braucht, muss zusätzlich z.B. Lexoffice nutzen.
  • Kein DATEV-Export (noch): Für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater ist DATEV geplant, aber noch nicht verfügbar.
  • Neueres Produkt: FakturaCloud ist jünger als Lexoffice oder sevDesk und baut den Funktionsumfang kontinuierlich aus.
Ideal für: Online-Händler, Multi-Brand-Unternehmer und alle, die Dokumente, Handel und Versand in einer Plattform vereinen wollen.

Lexoffice: Der Buchhaltungs-Spezialist

Lexoffice von Haufe-Lexware ist der Platzhirsch unter den Buchhaltungslösungen für Kleinunternehmer. Die Stärke liegt klar in der vollständigen Buchhaltung: EÜR, UStVA, GoBD-konforme Belegerfassung und DATEV-Schnittstelle für den Steuerberater.

Stärken

  • Vollständige Buchhaltung: EÜR, UStVA, GuV, Bilanz. Direkte ELSTER-Übertragung ans Finanzamt.
  • DATEV-Schnittstelle: Daten direkt an den Steuerberater übertragen. Spart Zeit und Fehler.
  • Günstiger Einstieg: Ab 7,90 €/Monat. Breiter Funktionsumfang schon im Basisplan.
  • Bekannt und etabliert: Großer Kundenstamm, regelmäßige Updates, guter Support.

Schwächen

  • Kein Multi-Brand: Ein Account = eine Firma. Wer zwei Gewerbe hat, braucht zwei Accounts.
  • Kein Marktplatz-Integration: Keine eBay- oder Amazon-Anbindung. Für Online-Händler fehlt die Brücke zum Handel.
  • Eingeschränktes Design: Wenige Vorlagen, begrenzte Anpassungsmöglichkeiten beim PDF-Layout.
Ideal für: Freelancer und Kleinunternehmer, die primär Buchhaltung brauchen und eng mit einem Steuerberater zusammenarbeiten. Wenn Rechnungen nur ein Nebenprodukt der Buchhaltung sind, ist Lexoffice die richtige Wahl.

sevDesk: Der Allrounder

sevDesk ist einer der bekanntesten Namen im deutschen Markt für Rechnungssoftware. Die Plattform bietet eine solide Kombination aus Rechnungserstellung und Buchhaltung, mit einer modernen Oberfläche und gutem Onboarding.

Stärken

  • Gute UX: Modernes Interface, intuitive Bedienung. Auch ohne Vorkenntnisse schnell produktiv.
  • Buchhaltung inklusive: EÜR, UStVA, Belegerkennung. Ähnlicher Umfang wie Lexoffice.
  • DATEV-Export: Zusammenarbeit mit dem Steuerberater ist abgedeckt.
  • Etabliert: Großer Kundenstamm, viele Integrationen (Banking, PayPal, Shopify).

Schwächen

  • Höherer Preis: Ab 11,90 €/Monat. Für den vollen Funktionsumfang (Buchhaltung + Rechnungen) zahlen Sie deutlich mehr.
  • Kein eBay/Amazon/DHL: Wie Lexoffice fehlt die Marktplatz- und Versandintegration.
  • Begrenzte Design-Anpassung: Vier Vorlagen, aber weniger Flexibilität als das modulare System von FakturaCloud.
  • Kein Multi-Brand: Ein Account pro Unternehmen.
Ideal für: Selbständige, die einen soliden Allrounder suchen und bereit sind, etwas mehr zu zahlen. Besonders stark, wenn Sie Buchhaltung und Rechnungen aus einer Hand wollen.

Billomat & FastBill: Für Freelancer

Billomat und FastBill richten sich primär an Solo-Freelancer und kleine Dienstleister. Beide Tools sind schlanker als Lexoffice oder sevDesk und konzentrieren sich auf das Wesentliche: Rechnungen schreiben, Angebote erstellen, Zahlungen verfolgen.

Billomat (ab 16 €/Monat)

  • Übersichtliche Oberfläche, schnelle Rechnungserstellung
  • Gute API für Entwickler und Automatisierungen
  • Vergleichsweise teuer für den Funktionsumfang (ab 16 €/Monat)
  • Keine integrierte Buchhaltung, kein eBay/Amazon

FastBill (ab 9 €/Monat)

  • Günstiger Einstieg, Banking-Integration (automatischer Zahlungsabgleich)
  • Belegerkennung und einfache EÜR
  • Keine E-Rechnung (ZUGFeRD), keine Marktplatz-Integration
  • Wenige Design-Optionen, kein Multi-Brand

Beide Tools sind solide für den Einstieg, stoßen aber schnell an Grenzen, wenn das Geschäft wächst, mehrere Marken dazukommen oder der Online-Handel eine Rolle spielt.

Welches Programm passt zu Ihnen?

Die beste Software hängt von Ihrem Geschäftsmodell ab. Hier eine Entscheidungshilfe:

Sie sind...Unsere Empfehlung
Handwerker / Dienstleister mit eigenem Design-AnspruchFakturaCloud — 6 Layouts, Multi-Brand, Angebot-zu-Rechnung in einem Klick
Online-Händler (eBay, Amazon)FakturaCloud — einziges Tool mit eBay-Import, DHL-Labels und Bestellmanagement
Multi-Brand-Unternehmer (mehrere Firmen)FakturaCloud — bis zu 5 Brands in einem Account, separate Nummernkreise
Freelancer, der primär Buchhaltung brauchtLexoffice — beste Buchhaltung, DATEV, ELSTER-Übertragung
Selbständiger mit SteuerberaterLexoffice oder sevDesk — DATEV-Schnittstelle für nahtlose Zusammenarbeit
Solo-Freelancer mit wenigen RechnungenFastBill — günstig, schlank, schneller Einstieg
Wichtig: Achten Sie bei jedem Tool darauf, dass E-Rechnungen (ZUGFeRD) unterstützt werden. Seit 2025 ist der Empfang Pflicht, ab 2027/2028 auch der Versand. Software ohne E-Rechnung ist nicht zukunftssicher. Mehr dazu in unserem Artikel: E-Rechnungspflicht 2025

Fazit: Mehr als nur Rechnungen schreiben

Wenn Sie nur Rechnungen schreiben und Buchhaltung machen wollen, sind Lexoffice und sevDesk hervorragende Optionen. Keine Frage.

Wenn Sie aber mehr brauchen — mehrere Firmen verwalten, auf eBay oder Amazon verkaufen, DHL-Labels direkt erstellen, professionelle Dokumente im eigenen Design versenden und das alles in einer einzigen Plattform — dann lohnt sich der Blick auf FakturaCloud.

Das Beste: Sie können alle Features 60 Tage lang kostenlos und unverbindlich testen. Keine Kreditkarte, keine versteckten Kosten. Einfach ausprobieren.

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Dokumente, Handel und Versand in einer Plattform. Multi-Brand, E-Rechnung, KI-Assistent, eBay + DHL. Keine Kreditkarte nötig.

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